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Angst vor Nachfrageschock: Ölpreise brechen wieder ein

24.01.2020 14:38:07 Commodities
Von Peter Nurse Die Ölpreise sind am Freitag gesunken, da die Ausbreitung des chinesischen Coronavirus die Nachfrage des weltgrößten Importeurs von Rohöl erheblich beeinträchtigen dürfte. Der Preis für die US-Sorte WTI sank um 1,5% auf 55,87 Dollar je Barrel. Das Tagestief liegt bislang bei 55,59 Dollar. Für die Nordseesorte Brent ging es um 1,3% nach unten auf 62,38 Dollar je Barrel. Das SARS-ähnliche Virus hat bereits 26 Menschen das Leben gekostet und die chinesischen Behörden veranlasst inmitten der Feiertagssaison Reisebeschränkungen in 10 Städten zu verhängen, von denen mindestens 43 Millionen Menschen betroffen sind. "Das Virus könnte das Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr um 0,5 bis 1 Prozentpunkte verringern. Unser Basisszenario liegt bei 5,9 Prozent", so die Economist Intelligence Unit in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Tatsächlich hat der Ausbruch bereits Auswirkungen auf 200.000 Barrel raffinierte Produkte, schätzt Claudia Galimberti von S&P Global Platts. Sie sagte, dass durch die Schließung der Transportwege in der Provinz Hubei, wo die Krankheit zuerst festgestellt wurde, wahrscheinlich 50.000 bis 70.000 Barrel Nachfrage pro Tag verloren gegangen sind. Dieser mögliche Nachfrageschock hat dazu geführt, dass von Maßnahmen der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) zur Drosselung des Angebots gesprochen wird. Der Energieminister Saudi-Arabiens soll gesagt haben, dass beim nächsten Treffen der OPEC und ihrer Verbündeten alle Optionen, einschließlich weiterer Kürzungen der Ölförderung, auf dem Tisch liegen werden. Dieses Treffen ist jedoch erst für Anfang März geplant und die Händler sind derzeit mehr an der aktuellen Überversorgung des Ölmarktes interessiert. Der von der Energy Information Administration einen Tag später als üblich am Donnerstag veröffentlichte Wochenbericht ergab, dass die kommerziellen Rohölbestände in den USA in der letzten Woche um 0,4 Millionen Barrel gesunken sind, was weniger war als erwartet. Nach US-Börsenschluss wird Baker Hughes den Markt mit den neuesten Zahlen über die Zahl der aktiven Ölbohrungen auf den aktuellen Stand bringen. Das Unternehmen gab Anfang der Woche bei der Vorstellung seiner Quartalszahlen einen düsteren Ausblick auf sein US-amerikanisches Geschäft ab.
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